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Programmierende Effekte von Stress in der Kindheit auf das lebenslange Krankheitsrisiko.

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Relevanz und Zielsetzung

Frühe Stresserfahrungen in der Kindheit erhöhen lebenslang das Risiko für psychische Störungen und körperliche Erkrankungen. Grund dafür sind Veränderungen in verschiedenen Bereichen des sich entwickelnden Gehirns. Die genauen biologischen Zusammenhänge sind im Einzelnen nicht bekannt.

Ziel des Verbundes ist es, die biologischen Mechanismen genau zu beschreiben und die Auswirkungen der frühen Stresserfahrungen umfassend zu verstehen. In dem Verbund werden Kinder mit dokumentierter Misshandlung, Kinder von misshandelten Müttern, Kinder mit frühem, chronischem Übergewicht und Kinder mit Flucht-bezogenen Stresserfahrungen untersucht. An den vier verschiedenen Untersuchungsgruppen sollen die Zusammenhänge zwischen frühen Stresserfahrungen und psychischen sowie körperlichen Erkrankungen untersucht werden. Dabei werden insbesondere zwei Fragestellungen untersucht. Wie werden frühe Stresserfahrungen von der Mutter auf das Kind übertragen? Sind die durch Stress hervorgerufenen biologischen Veränderungen umkehrbar? Die gewonnenen Erkenntnisse sollen die Grundlage für die Entwicklung neuartiger Therapieansätze bilden.

Wie im Falle der durch frühkindliche Stresserfahrungen bedingten Erkrankungen gibt es zu vielen Krankheitsbereichen im Kindes- und Jugendalter noch keine ausreichend wissenschaftlich abgesicherten, entwicklungsstufengerechten Präventions- und Therapieansätze. Der Verbund leistet einen wichtigen Beitrag zu den Zielen der Fördermaßnahme „Forschungsverbünde zur Kinder- und Jugendgesundheit“ im Rahmen der Förderinitiative „Gesund – ein Leben lang“. Aus den gewonnenen Erkenntnissen können sich konkrete Diagnose- und Behandlungs­empfehlungen oder auch Empfehlungen zur Durchführung weiterer Forschungsprojekte ergeben.

Förderung

Die Studie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Projektlaufzeit

Herbst 2018 bis voraussichtlich Herbst 2020.