COPCa-Studie

Sehr geehrte Teilnehmer, Ärzte und Interessierte,

diese Seite informiert Sie über die Studie COPCa „Coping with low-risk Prostate Cancer“ – Umgang mit dem Niedrig-Risiko Prostatakarzinom - des Instituts für Medizinische Psychologie der Charité Universitätsmedizin Berlin. Wir möchten Sie dazu einladen, sich auf der Website umzuschauen.

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Leben mit Prostatakarzinom

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes: über 25% aller diagnostizierten Krebserkrankungen gehen auf das Prostatakarzinom zurück. Dabei sind über die Hälfte der Tumore lokal begrenzt und haben eine sehr gute Prognose. Für die Behandlung des sogenannten „Niedrig-Risiko Prostatakarzinoms“ stehen mehrere Behandlungsoptionen zur Verfügung (nähere Informationen unter Forschungshintergrund). Welche Behandlungsstrategie für welchen Patienten die richtige ist, muss individuell entschieden werden. Allerdings gibt es bislang kaum verlässliche Daten zum Umgang der Patienten mit der Erkrankung und zur Lebensqualität.

Um Männer bei der Entscheidung für eine Therapie zukünftig besser beraten zu können, müssen wir dringend mehr über den Prozess der Entscheidungsfindung, über die jeweiligen Nebenwirkungen und über die langfristige Lebensqualität im Zusammenhang mit der Erkrankung erfahren.

Informationen zur COPCa-Studie

Forschungshintergrund

Mit der Einführung des PSA-Früherkennungs-Tests ist die Gesamtzahl der diagnostizierten Prostatakarzinome in Deutschland stark angestiegen, auf etwa 67.000 im Jahr 2014. Dabei hat sich insbesondere der Anteil früher Tumorstadien deutlich erhöht. Die angemessene Therapie des Niedrig-Risiko Prostatakarzinoms wird derzeit kontrovers diskutiert. Die S3-Leitlinie zur „Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms“ empfiehlt insgesamt vier primäre Behandlungsoptionen: drei interventionelle Therapien (radikale Prostatektomie (RP), perkutane Radiotherapie (RT), Brachytherapie) und eine abwartende Strategie (Active Surveillance (AS)), bei der eine kurative (d.h. eine heilende) Behandlung erst bei fortschreitender Krankheit erfolgen soll. Etwa 60 bis 80% der betroffenen Männer unterziehen sich einer RP, etwa 15% einer RT und etwa 10-15% der Männer entscheiden sich für die abwartende Strategie AS.

Während Mortalität und physische Nebenwirkungen der verschiedenen Behandlungsstrategien bereits Gegenstand mehrerer Studien waren, wurden die komplexen Entscheidungsmechanismen seitens der Patienten im Zusammenhang mit Krankheitsunsicherheit und der langfristigen Lebensqualität bisher kaum untersucht. Im Rahmen einer längsschnittlichen, prospektiven Beobachtungsstudie des Instituts für Medizinische Psychologie der CharitéUniversitätsmedizin Berlin sollen erstmals Entscheidungsfindung, Veränderungen in der Krankheitsunsicherheit nach RP, RT und AS sowie Zusammenhänge mit Bewältigungsstrategien und Lebensqualität untersucht werden.

Studienaufbau

An der Studie konnten Männer mit der Diagnose "lokal begrenztes Prostatakarzinom" (niedriges bzw. frühes intermediäres Risiko) teilnehmen. Um zu erfahren, wie die Patienten ihre Entscheidung für eine Behandlungsstrategie treffen und wie es ihnen langfristig geht, befragen wir die Teilnehmer zu mehreren Zeitpunkten (unmittelbar nach Studieneinschluss, 6 Monate, 12 Monate und 18 Monate später). Alle Fragebögen werden postalisch versandt. Der Arztfragebogen wird einmal (zu Beginn der Studie) vom Arzt ausgefüllt. Alle Teilnehmer erhalten nach Beendigung und Auswertung der Studie eine Zusammenfassung der Ergebnisse.

Aktueller Stand der Studie

Die Rekrutierungsphase der Studie ist abgeschlossen und derzeit befinden wir uns in der Nachbefragung, die noch bis Ende 2018 andauern wird. Mitte 2019 werden wir erste Ergebnisse präsentieren können.  

Beratungshotline

Für Männer, die an der Studie teilnehmen, steht eine Hotline zur Verfügung. Über die Hotline können Sie Fragen stellen, die im Zusammenhang mit der Teilnahme an der Studie entstehen. Hier können Sie auch weiterführende Informationen zum Themengebiet des Niedrig-Risiko Prostatakarzinoms bekommen.

t: +49 30 450 529 168

Oder per E-Mail: isabella.otto@charite.de

Team COPCa-Studie

Studienleitung

PD Dr. rer. medic. Friederike Kendel

Wissenschaftlicher Mitarbeiterin, Lehrkoordination

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Mitantragssteller

Prof. Dr. Mark Schrader, Klinikum für Urologie, Helios Klinikum, Berlin-Buch

Studienmanagement

M.Sc. Caren Hilger

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Lehrkoordination

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M.Sc. Isabella Otto

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

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Studentische Hilfskraft

Hanna Hansen, Charité - Universitätsmedizin Berlin

Projektlaufzeit

2014 – 2018  

Förderung

Else Kröner-Fresenius-Stiftung

Kooperationspartner